Internet sagt Fogger. Der Schädlingsbekämpfer sagt: Bitte nicht schon wieder!
„Wir haben da schon mal selbst etwas ausprobiert..." – ein Satz, den wir als Schädlingsbekämpfer regelmäßig hören. Besonders beliebt sind dabei sogenannte Fogger, also Vernebler oder „Ungezieferbomben“, die in Baumärkten oder im Internet erhältlich sind.
Die Idee klingt verlockend: Dose aufstellen, Knopf drücken, Wohnung verlassen und anschließend sind alle Schädlinge verschwunden. Leider sieht die Realität meist anders aus.
Der Irrglaube vom Wundermittel
Viele Menschen glauben, ein Fogger würde sämtliche Schädlinge in der Wohnung erreichen und zuverlässig abtöten. Tatsächlich wirkt der feine Wirkstoffnebel jedoch hauptsächlich auf frei laufende Insekten, die direkt mit dem Wirkstoff in Kontakt kommen.
Probleme entstehen dann, wenn sich die Schädlinge:
- hinter Fußleisten verstecken,
- in Hohlräumen sitzen,
- unter Möbeln oder Teppichen aufhalten,
- in Zwischendecken oder Wandbereichen leben.
Genau dort befinden sich aber häufig die eigentlichen Befallsherde.
Der Schädling ist nicht weg – nur woanders
Besonders bei Bettwanzen, Schaben oder Silberfischchen erleben wir immer wieder, dass ein Fogger den Befall nicht beseitigt, sondern die Tiere lediglich aufscheucht.
Die Folge:
- Schädlinge verteilen sich weiter in der Wohnung.
- Der Befall wird schwerer lokalisierbar.
- Bekämpfungsmaßnahmen werden aufwendiger.
- Die Gesamtkosten steigen.
Was zunächst als Spartipp gedacht war, führt oft zu einem deutlich größeren Problem.
„Aber auf der Dose stand doch…“
Die Werbung verspricht häufig schnelle Erfolge. Dass viele Schädlinge versteckt leben und eine professionelle Bekämpfung gezielte Maßnahmen erfordert, wird dabei selten erwähnt.
Ein Fogger kann in bestimmten Situationen unterstützend eingesetzt werden. Er ersetzt jedoch keine fachgerechte Befallsermittlung, keine Ursachenanalyse und keine gezielte Bekämpfung.
Warum wir oft erst gerufen werden, wenn es richtig teuer wird
Leider erreichen uns viele Anrufe erst nach mehreren Eigenversuchen.
Typische Aussagen sind:
„Wir haben schon zwei Fogger benutzt.“
„Wir haben bereits alles eingesprüht.“
„Anfangs waren weniger Tiere zu sehen, jetzt sind es plötzlich mehr.“
In diesen Fällen müssen wir häufig zunächst die Folgen der Selbstbehandlung bewerten, bevor wir mit der eigentlichen Schädlingsbekämpfung beginnen können.
Unser Tipp
Wer einen Schädlingsbefall feststellt, sollte möglichst früh fachlichen Rat einholen. Eine professionelle Einschätzung kostet oft weniger als mehrere erfolglose Selbstversuche – und spart Zeit, Nerven und Geld.
Denn bei Schädlingen gilt nicht: Viel hilft viel. Sondern: Das richtige Mittel am richtigen Ort zur richtigen Zeit.
ProEx Schädlingsbekämpfung – Wir bekämpfen nicht nur Schädlinge, sondern auch Irrtümer über Schädlinge. 😉