So sieht ein Wespennest aus
Ein Wespennest wirkt auf den ersten Blick wie ein kleines Kunstwerk aus Papier. Schon optisch lässt es sich gut vom honiggelben Nest der Honigbiene unterscheiden. Auch der gewählte Nistplatz ist meist ein anderer. Lediglich die Hornisse – die größte heimische Wespenart – baut ebenfalls papierartige Nester.
Rund und umhüllt:
Wespennester sind meist kugelig oder tropfenförmig und von einer schützenden Papierhülle umgeben. Damit unterscheiden sie sich deutlich von Bienennestern, die weder eine Hülle noch eine feste Form besitzen. Manche Wespennester hängen frei und sind dadurch gut sichtbar. Im frühen Baustadium können die Waben noch offen zu erkennen sein. Ein klares Unterscheidungsmerkmal ist die Farbe: Wespennester sind hellgrau, nicht honiggelb.
Feine Papierstruktur:
Für den Nestbau zerkauen Wespen Holzfasern und vermischen sie mit ihrem Speichel zu einer papierähnlichen Masse. Dafür nagen sie unter anderem an Zäunen, Gartenmöbeln oder Baumrinde. Das Ergebnis ist ein erstaunlich leichtes und zugleich stabiles Nest, das oft an eine runde Papierlaterne erinnert. Die Oberfläche ist glatt und ähnelt in Farbe und Struktur recyceltem oder handgeschöpftem Papier.
Bevorzugte Standorte:
Wespen sind sogenannte Dunkelhöhlennister und errichten ihre Nester bevorzugt an geschützten, schattigen Orten. Das kann frei hängend in einer ruhigen Gartenecke sein, aber auch in Dachböden oder anderen dunklen Hohlräumen.
Problematisch wird es, wenn die Wespenkönigin einen Hohlraum wählt, der von Menschen genutzt oder häufig passiert wird – etwa Rollladenkästen. In solchen Fällen können Wespen leicht ins Haus gelangen und eine Gefährdung darstellen. Dann sollte das Wespennest fachgerecht geprüft und gegebenenfalls durch einen Fachbetrieb behandelt werden.


